26 Januar 2012

Wenn der brasilianische Möbelmarkt

für Sie interessant ist, sollten Sie sich die Veranstaltung  Möbelmarkt Brasilien - Chancen im Im- und Export der IHK Bielefeld nicht entgehen lassen. Sie findet am 1.3.2012 statt, mein brasilianischer Freund Clóvis Rech, Herausgeber der REVISTA MADEIRA (Wood Magazine) spricht dabei über Einrichtungshandel und ich über Objektgeschäfte. Insgesamt können Sie 8 Vorträge hören.
Beginn 10:00, Ende 16:45. Die Teilnahmegebühr beträgt 215 € pro Person.

AKTUALISIERUNG VOM 2.2.2012
Das ist die Ankündigung der Kammer, die per 31.1.2012 bereits 21 Anmeldungen bekommen hat:

„Möbelmarkt Brasilien“ am 1. März in Bielefeld im Fokus 
„Möbelmarkt Brasilien – Chancen im Im- und Export“ heißt eine IHK-Infoveranstaltung am 1. März 2012, von 10 bis 16:45 Uhr in der IHK in Bielefeld. In der Veranstaltung werden Chancen des brasilianischen Marktes aufgezeigt. Brasilien zählt in den letzten Jahren zu den sich wirtschaftlich am schnellsten entwickelnden Ländern der Welt. Die Wachstumsraten lagen kontinuierlich zwischen 5 und 7 Prozent jährlich. Brasilien ist die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt. 195 Millionen Einwohner repräsentieren heute die Hälfte des gesamten südamerikanischen Kontinents. Rund 1,5 Millionen Menschen sprechen die deutsche Sprache. Gerade in den südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande du Sul – gerade da, wo die brasilianische Möbelindustrie zu Hause ist – sind erhebliche Verdichtungen deutscher Kultur festzustellen. 

Ansprechpartner: Jens Heckeroth, Tel.: 0521 554-250 
E-Mail: j.heckeroth@ostwestfalen.ihk.de 

22 Januar 2012

Freizeitgestaltung in Brasilien

Das ist mein Freund Bruno Stippe, der das italienische Restaurant C...Que Sabe, welches sich schon 4 Generationen im Familienbesitz befindet, in São Paulo führt. Wie man sieht, liebt er eine gute Zigarre und seine Harley. Es sei ihm gegönnt! Ein Besuch seiner Cantina kann ich nur empfehlen!!!

Abschreckung ist immer gut!


Bei den vielen Überfällen auf Geldautomaten in São Paulo kann man nicht furchterregend genug aussehen! Hoffentlich hilft's! Bissig genug sieht die Raubkatze ja aus.

Internet auf die (ganz) alte Art

Peter Zalewski aus Registro im Bundesstaat São Paulo machte mich heute darauf aufmerksam, dass ganz Brasilien ein Schwellenland ist; nein, nicht ganz Brasilien; in einem kleinem Ort namens Registro widersteht man erfolgreich dem Fortschritt und übersetzt www immer noch mit warten, warten, warten. Dies ist seine Messung:

Und hier liegt dieser arg benachteiligte Ort:

Wie man sieht, liegen Sehr gut (siehe Post vom 19.1.2012) und Gar nicht gut dicht zusammen! Und es macht schon einen gewaltigen Unterschied für den, der mit dem Internet arbeitet, ob er 1 Minute oder 5 Stunden braucht, um ein Archiv oder eine Seite zu laden. Der WLAN - Internet - Zugang über Lichtwellenleiter in São Paulo ist fast 300 mal schneller als in Registro!

20 Januar 2012

Interessieren Sie sich für solche und ähnliche Nachrichten?

Brasilien: Erkundung von neuen Mineralienvorkommen

20.01.2012 | Wirtschaft |Zum ersten Mal sucht Brasilien mit Erkundungsexpeditionen nun auch nach Mineralienvorkommen jenseits seiner Hoheitsgewässer in Gesteinsformationen auf dem Meeresgrund. Der brasilianische geologische Service (Serviço Geológico do Brasil, kurz: CPRM) ist spezialisiert auf die Suche [...]
Plan „Brasilien ohne Elend“ erfasst zusätzlich 320.000 Familien

20.01.2012 | Politik |Bis zum Ende des Jahres sieht die brasilianische Regierung vor, in den Plan „Brasilien ohne Elend“ (Plano Brasil sem Miséria) weitere 320.000 Familien mit einzubeziehen. Der Plan beinhaltet vor allem das Familienstipendium Bolsa Família. Das Ziel wurde gestern (19.01.) [...]
Rousseff bespricht Ziele für 2012 mit Ministern Brasiliens

20.01.2012 | Politik |Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff begann gestern (19.01.) mit einer Reihe von Versammlungen mit Ministern aus unterschiedlichen Sektoren. Die Idee sei es, vor dem ersten Ministertreffen 2012 mit 38 Ministern, was für den 23.01. angesetzt ist, ein [...]
Brasiliens Zentralbank senkt Leitzins auf 10,5 Prozent

20.01.2012 | Wirtschaft |Bereits zum vierten Mal in Folge hat gestern (19.01.) die brasilianische Zentralbank den Leitzins des „Selic“ reduziert, von 11,0 auf 10,5 Prozent. Dies beschloss der geldpolitische Ausschuss (Comitê de Política Monetária, kurz: Copom), um in der derzeitigen internationalen Krise der brasilianischen [...]


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18 Januar 2012

Brasiliens Wirtschaft erholt sich

Im April 2011 hatte Fitch das Rating von "BBB-" auf "BBB" angehoben und Moody's im Juni 2011 von "Baa3" auf "Baal". Das dies richtig war, beschreibt dieser Artikel: Brasilien konjunkturelle Wiederbelebung zu Jahresbeginn

15 Januar 2012

Lebenshaltungskosten in Brasilien höher als in den USA

Der IMF hat die Lebenshaltungskosten in den 187 Mitgliedsländern auf US$ - Basis verglichen und kommt zu obigen Schluss, der für die, die hier in Brasilien wohnen dürfen oder müssen, nicht überraschend ist - es reicht ein Besuch in einem Restaurant, um die Aussage bestätigt zu finden. Diese Karte zeigt Städte und Consumer Price Index:

Auf einer Städtetabelle Cost of Living Ranking kommt São Paulo 2012 auf dem 47. Platz.

Subjektiv halte ich die Stadt, in der ich seit Jahrzehnten wohne, für unterbewertet. Sehen wir einen Vergleich zwischen São Paulo und New York:
  1. Ein iPad 2 Wi-Fi 64 GB kostet hier 2.569 R$, in New York umgerechnet 1.623 R$ => + 58 %
  2. Ein Videogame Xbox 360 250G + KINECT wird hier für 1.299 R$ verkauft, in New York für umgerechnet 790 R$ => + 64 %
  3. Der Paketpreis für ein Jahr des Sportstudios Reebok mit Schwimmbad kostet  in São Paulo 690 R$ im Monat, in New York umgerechnet 382 R$ im Monat => + 81 %
  4. Ein Corolla 1,8 GL manuell 2012 kostet bei uns 63.570 R$, in New York umgerechnet nur 34.268R$ => + 86 %
Meine Frau und ich waren gestern Gast eines brasilianischen Unternehmers, der uns zum Mittagessen in ein Restaurant einlud. Er und ich wählten gegrillten Pintado (Fisch) und meine Frau ein Steak, jeweils mit Gemüse. Dazu wurden zwei Caipirinhas und ansonsten Mineralwasser getrunken. Kostenpunkt? 450 R$ oder mit dem aktuellen Kurs 198 €, d.h. 66 € pro Person. Nebenbei bemerkt: Gut, dass ich nicht Bundespräsident oder Angestellter des Öffentlichen Dienstes oder Beamter bin! Sonst hätte ich jetzt viel zu erklären. Übrigens wäre die Rechnung mit einer Flasche Wein mindestens um 35 € höher ausgefallen.

Eine Erklärung für dieses Phänomen ist der völlig überbewertete R$. Aber bei unseren Extremzinsen und den hohen Preisen der von Brasilien exportierten Commodities ist nicht zu erwarten, dass sich an dieser Überwertung etwas ändert. Und solange wir unter dem Custo Brasil leiden, wird unsere Industrie auch nicht in der Lage sein, gegen die Importe anzukämpfen. Ein Beweis dafür ist, dass Fiat seine Magneti Marelli - Fabrik in São Bernado do Campo zum Monatsende schliessen wird.

Investitionen der brasilianischen Regierung

sind nicht die, die im Wahlkampf versprochen wurden, sondern die, die die Regierung für nötig hält, um sich die Wählergunst zu erhalten. Die Zeitschrift Valor Econômico hat diese Zahlen zusammengestellt:

Danach ist 2011 der Anteil der Investitionen am BIP geringfügig von 19,5 % in 2010 auf 19,3 % gefallen. Eine Analyse dieser Zahlen zeigt aber, dass das Versprechen der Regierung, die nötigen Einsparungen nicht zu Lasten der Investitionen gehen zu lassen, nicht gehalten wurde. 2011 wurden 41,9 Mrd. R$ investiert, 6,1 % weniger als im Jahr davor, als 44,7 Mrd. R$ investiert wurden. Der 2011 ausgegebene Wert beinhaltet 25,3 Mrd. R$ mit dem Titel "restos a pagar", d.h. dieser Wert bezieht sich auf Rechnungen aus 2010 und früher. Also wurden 2011 nur 16,6 Mrd. R$ für Investitionen in diesem Haushaltsjahr bezahlt, während der Haushaltsplan 67,7 Mrd. R$ vorsah. Dieses Schema begleitete schon die Regierung Lula und betraf und betrifft vor allem das famose PAC-Programm. Das ist um so bedauerlicher, als das Steueraufkommen Jahr für Jahr steigt und die Erfolge der Einsparungsbemühungen der Regierung unsichtbar bleiben. Aber die Aufwendungen für die Mitarbeiter der Öffentlichen Hand stiegen von 2010 auf 2011 beachtlich, von 183,4 Mrd. R$ auf 196,6 Mrd. R$. Der Posten "weitere laufende Ausgaben" stieg von 580,1 Mrd.R$ auf 664,6 Mrd. R$. Es wäre interessant zu wissen, wie viel davon durch die allgegenwärtige Korruption in dunklen Kanälen versickert ist. Wer sich für solche Fragen interessiert und Portugiesisch versteht, sollte sich den Site CONTAS ABERTAS , also OFFENE (oder transparente) KONTEN ansehen.

Gehälter in Brasilien

Wenn ich Führungspersonal vermittle, werde ich naturgemäss immer gefragt, was denn der künftige Inhaber der ausgeschriebenen Position verdienen müsse. Und häufig ruft meine Auskunft ungläubiges Erstaunen hervor, nicht wegen der niedrigen Bezüge im "Billiglohn- und Entwicklungsland" Brasilien, sondern wegen der manchmal exorbitanten Höhe im Vergleich zu den Einkünften deutscher Inhaber vergleichbarer Positionen. Die Firma Deloitte erhebt seit vielen Jahren die durchschnittlichen Einkünfte von Angestellten in Industrie und Handel in Brasilien, die Ergebnisse kann man sonntags im Estado de São Paulo lesen. Wer daran interessiert ist, kann sich eine Tabelle downloaden, auf der Bruttogehälter aufgelistet sind, die am 15.1.2012 publiziert wurde, also ziemlich aktuell ist, d.h. die Daten sind vom Juli 2011. Hier als Leseprobe ein Auszug aus dem Verwaltungsbereich:
Alle Werte in R$ pro Monat, 1 € = 2,30 R$

Der angegebene Wechselkurs schwankt stark, wie diese Grafik zeigt, und dient daher nur als Anhaltspunkt:


14 Januar 2012

Standard & Poor's (ausgesuchte) Länderliste

Deutschland und Brasilien sind im blauen Bereich, Sie können in aller Ruhe investieren, aber Hände weg vom roten Spekulationsbereich! Ausgerechnet am Freitag, den 13. hat die Ratingagentur 9 europäische Länder herabgestuft, nämlich Frankreich und Österreich, die AAA waren, sowie Portugal, Italien, Spanien und die Slowakei. Das ist die neue Liste:
AAA : Deutschland, Australien, Kanada, Dänemark, Finland, Holland, Luxemburg, Grossbritannien, Schweden, Schweiz
AA+ : Österreich, USA, Frankreich
AA : Belgien, Kuwait, Neuseeland
AA- : China, Estland, Japan
A+ : Chile, Slowenien, Israel
A : Slowakei, Spanien
BBB+ : Südafrika, Island, Italien, Thailand
BBB : Brasilien, Mexiko, Peru, Russland
BBB- : Aserbaidschan
BB+ : Zypern, Ungarn, Indonesien, Uruguay
BB : Costa Rica, Guatemala, Portugal
BB- : Paraguay, Vietnam
B+ : Bolivien, Venezuela
B : Argentinien, Libanon
B- : Equador, Jamaika 
CCC+
CCC :
CCC- :
CC :
C :
D :

Frankreich steigt durch die Herunterstufung auf AA+ durch Standard & Poor's ab

und der € leidet sofort, wie diese Daten zeigen, schliesslich war es Freitag der Dreizehnte:







Quelle: Valor Data

08 Januar 2012

In Brasilien wird jeder Skandal zu einer Pizza

sagt der Volksmund. Aber nicht deshalb, sondern weil Pizzas ungemein beliebt sind, gibt es in der Stadt São Paulo 12.000 Pizzabäcker, pizzaiolos genannt, die täglich 1 Million Pizzas nach 230 verschiedenen Rezepten backen. Ein Pizzabäckergehilfe verdient dabei zwischen 700 und 1.000 R$, der Pizzabäcker selbst hat ein Durchschnittsgehalt von 1.500 R$. Das sind etwa 600 € im Monat, dazu kommen noch Fahrgeld und kostenlose Verpflegung, die den Arbeitgeber in São Paulo bis zu 500 R$ im Monat kosten können. Bleibt nur die Frage offen, warum es hierzulande nur abends eine Pizza gibt, wer tagsüber Appetit darauf hat, muss sie sich selbst machen oder lange suchen.

Zum Schluss eine kurze Plausibilitätsbetrachtung: Jeder Pizzabäcker bäckt also jeden Abend 83 Pizzas, das 6 mal in der Woche ergibt mit 4 Wochen im Monat 1.992 Pizzas im Monat. Sein Bruttogehalt plus Fahrgeld und Verpflegung beträgt 2.000 R$ im Monat und "belastet" also jede Pizza mit ziemlich genau einem Real. Da frag' ich mich, warum eine Pizza 50 R$ im Restaurant kostet? Hier sehen Sie das Ergebnis einer diesbezüglichen Untersuchung der Preisentwicklung von 2006 auf 2011:

06 Januar 2012

Kursverlauf des € gegenüber dem R$ für die letzten 12 Monate


Einige meiner Kunden, für die ich letztes Jahr Firmen gründete, haben Glück gehabt - ihr Stammkapital wurde überwiesen. als der € über die 2,40 R$ - Marke gestiegen war.

Für wen in Brasilien war 2011 ein gutes Jahr?

Für den, der in Gold investiert hatten! Dankenswerterweise hat Miguel de Oliveira, Vizepräsident von ANEFAC  (Associação Nacional dos Executivos de Finanças, Administração e Contabilidade) zusammengestellt, welche Anlage letztes Jahr wie rentabel war, hier seine Tabelle:


Die Nettorendite ist die Bruttorendite nach Abzug der Inflation, die 6,5 % in 2011 betragen hat, und der Gebühren und Steuern für die jeweilige Anlageart. Die Fonds nehmen meist 0,5 % für die Verwaltung des fremden Geldes und die Ertragssteuer beträgt 22,5 % bei CDBs, festverzinslichen Wertpapieren (Fundo de Renda Fixa) und Dis unter 180 Tagen.

Das Sparbuch kann man vergessen - typisch für die Banken, die auf geschuldetes Geld Zinsen von 25 und (teilweise wesentlich mehr) Prozent im Jahr aufschlagen. Ja, und von den Aktien schweigen wir besser ganz, der Ibovespa - Index zeigt einen satten Verlust, wenn auch im Einzelfall mit Aktien durchaus Geld zu verdienen war. Leider wissen die wenigstens Menschen, mit welchen -  es sei denn, sie sind mit den richtigen Bankdirektoren verheiratet.